Veranstaltungen

Besuchen Sie das Rittergut Endschütz

2024

  • Treppenhauskonzert im Rittergut Endschütz
    mit Musik von Bach

    09. März 2024
    Beginn 15 Uhr
  • Frühlingsfest
    04. – 05. Mai
  • Ostern
    29. März – 01. April
  • Tag des offenen Denkmals
    08. September
  • Herbstfest
    21. – 22. September
  • Weihnachtsmarkt
    14. – 15. Dezember
    (3. Advent)
Treppenhauskonzert im Rittergut Endschütz
termine rittergut endschütz 2024

2024

  • Workshop – Kreatives Schreiben
    03.-07. Juni 2024

 

 

 

 

Kaffekasse geklaut

Weihnachten, das Fest der Liebe. So heißt es.

Gestern war Fünkchen Gabby auf einem der bezauberndsten Weihnachtsmärkte die sie bisher besucht hat. Ein Ambiente, als wäre man in ein Märchen hineingefallen. Ein altes Rittergut, verwunschen mit Gehölz berankt, Einrichtung und tausend Hausrat aus Großmutters Zeiten wie ein lebendiges Antiquariat. Belebt wird es von der Gutsherrin Susann Schmidt, welche mit ihrem Verein Rittergut- Endschütz e.V. und vielen ehrenamtlichen Helfern einen Weihnachtsmarkt wie keinen Zweiten auf die Beine gestellt hat. Als Frau Holle schüttelt sie die Betten und bringt Freude in die Herzen von groß und klein. Die Besucher sind verzaubert, begeistert, fühlen sich an die Kindheit erinnert, denn ganz klar, es liegt etwas magisches in der Luft.
Leider nicht für jeden.
Es muss wohl eine Tat die entweder einem rabenschwarzen Herzen oder großer Verzweiflung entsprungen ist sein, wenn jemand den Trubel des Marktes, möglicherweise sogar die Ablenkung durch eine Feuershow benutzt, um in die privaten Räumlichkeiten einzubrechen und eine gut versteckte Kasse mit ca. 1500 Euro Einnahmen zu entwenden – ganz mit Vorsatz alles durchwühlt.
Während ihre Besitzerin mit Herz dabei ist anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Wo die Einnahmen dringend gebraucht sind in der nicht ganz leichten Zeit nach Corona und während aller Krisen die gerade herrschen.
Einnahmen, die dem Erhalt und der Sanierung des Rittergutes zu Gute kommen sollten.
Wir Feuerkünstler, die wir dort auftraten – auch wir haben keine volle Gage genommen sondern wollten mit unserer Kunst das Rittergut ein Stück weit unterstützen – sind sehr bestürzt über den Vorfall.
Wenn ihr das Rittergut kennt, so wisst ihr, mit wieviel Liebe dort gewirkt wird. Wie herzlos, diese Tat, die auch ein Stück weit ein Vertrauensbruch ist – kann man es sich bei solchen Taten wirklich noch erlauben Haus und Hof für die Öffentlichkeit zu öffnen? Wollen wir hoffen, dass es weiterhin so schöne Feste dort gibt! Wer den Verein unterstützen mag, um ein Stück weit die Verluste wieder auszugleichen, hier ist das Spendenkonto:

Rittergut Endschütz e.V.
IBAN: DE93 8305 0000 0000 0580 68
BIC: HELADEF1GER
Sparkasse Gera-Greiz

Laudatio Rittergut Endschütz Nr. 1

Ich freue mich sehr, dass ich heute zum 20-jährigen Jubiläum des Rittergutes Endschütz die Laudatio halten darf.
Dieses Haus hat jahrelang vorsieh „hingedümpelt”, zwar geschichtsträchtig, trotzdem heruntergekommen – dann kam Susann Schmidt.

Sie verliebte sich in die Gutsanlage mit dem Herrenhaus,
Wirtschaftsgebäuden und Park und erwarb es vor 20 Jahren.
Dieses denkmalgeschützte Anwesen war an Vernachlässigung nicht mehr zu übertreffen.

Sie zog also hierein.
Bereits 2004 wurde der Verein Rittergut Endschütz e. V. gegründet mit
Mitgliedern, die von der unglaublichen Idee, dieses Rittergut zu erhalten,
angesteckt wurden und tatkräftig in unermüdlichem Einsatz sind.
Die inzwischen zur Tradition gewordenen Frühlings-, Herbst- und Weihnachtsmärkte werden vom Verein organisiert und durchgeführt.
Nach vielen Monaten Entrümpelungsarbeiten zeigte sich, dass sehr viel originale Substanz und bauzeitliche Befunde erhalten geblieben sind.
Dies setzte für Susann Schmidt noch das „i-Tüpfelchen” auf ihre schon vorhandene Begeisterung für das Anwesen.
Sie lässt sich inspirieren, vergreift sich nicht an den Originalen und bringt das ehemalige Rittergut in eine Atmosphäre, die die Besucher des Hauses in eine ganz eigene Welt versetzt.
Liebevoll gestaltete Ferienwohnungen laden zum Übernachten ein.

Im Jahr 2007 gab es den ersten Denkmalschutzpreis des Landkreises
Greiz für die Bewahrung und Sicherung des ehemaligen Herrenhauses des Rittergutes Endschütz.
In der damaligen Laudatio heißt es: „Es gibt wenige vergleichbare Kulturdenkmale, an dem das Original so kompromisslos erhalten und präsentiert wird. Das Denkmal wird im klassischen Sinn „gelebt”.
Alle Aktivitäten zeigen Susann Schmidts denkmalpflegerisches
Gespür für konservierende Methoden und Arbeitstechniken
eindrucksvoll.”
Auch in ihrer Blumenwerkstatt kann man sehen, dass Susann Schmidt nicht nur ein Händchen für’s Haus hat, sondern auch für die allerschönsten Blumenarrangements und Dekorationen.
Es gibt auch in der Heimatstube viel zu sehen und im Weinkeller liegen köstliche Tropfen.

2010 feiern hier die ersten Hochzeitspaare – bis heute sind es
4-5 romantische Hochzeiten im Jahr.
Diese Traumkulisse insbesondere das Herrenhaus, einbettet in die Hof- und Gartenanlage, lockt auch immer wieder Fotografen an.
Von der Wirkung der Fotos kann sich jeder gern überzeugen, entweder auf der Homepage des Rittergutes oder dann im Anschluss, wenn Sie Susann Schmidt auf ihre Reise durch das Herrenhaus mitnimmt.

Das alles ist Rittergut!
Aber es gibt noch viel mehr- und zwar 2015 den zweiten
Denkmalschutzpreis des Landkreises Greiz.
Dass das Rittergut zum zweiten Mal einen Preis erhält wurde damals durch die Denkmaljury einstimmig und ohne Zweifel beschlossen.
Das Herrenhaus befindet sich schon lange nicht mehr im
Dornröschenschlaf, wie manche vermuten.
In der Laudatio 2015 heißt es: „Ideenreichtum, fleißige Helfer und unermüdlicher Tagendrang haben gerade in den vergangenen Jahren das Rittergut Endschütz zu einem festen Bestandteil des öffentlichen
Lebens gemacht.”
Schon bald bekam das Herrenhaus – nämlich 2017 – ein neues Dach und in den Jahren 2016 und 2023 wurden hier zwei Filme gedreht.

Was für eine Entwicklung!
Das alles ist Rittergut und zwar schon 20 Jahre!
Susann Schmidt hat aus dem alten kalten Haus, was keiner wollte, eine Begegnungsstätte der besonderen Art gemacht, welche seines Gleichen sucht.
Wenn es Susann Schmidt nicht gäbe, würde es das Rittergut heute nicht mehr geben.
Vielen Dank dafür Susann Schmidt!
Diana Kopp

Kontakt

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